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Alles Gute für den Magen

Tipps, wie Sie sich bei Magenproblemen helfen können. Und wann der Arzt gefragt ist


Oft ist ein Überschuss an Magensäure an Bauchschmerzen und Sodbrennen schuld

Pulverisierte Korallen, gebranntes Hirschhorn, Tonerde: In der Antike gehörten solche und ähnliche Mittel zur Grundausstattung vieler Heilkundiger. Sie benutzten sie, um ihren von Magenschmerzen geplagten Patienten Linderung zu verschaffen. Und verwendeten, wohl ohne es zu wissen, Substanzen, die die Magensäure unschädlich machen.

Nicht anders als ihre Kollegen im 21. Jahrhundert. Zwar müssen diese keine Hirsche mehr erlegen oder Korallen mörsern. Doch die meisten Medikamente, die bei Sodbrennen und Magenproblemen verordnet werden, wirken, indem sie überschüssige Säure binden oder ihre Produktion unterdrücken. Und auch die meisten Hausmittel, die bei Magenbeschwerden empfohlen werden, setzen hier an.

Wichtig für Diabetiker: Schlechte Zuckerwerte können auf Dauer dazu führen, dass der Magen sich langsamer entleert. Auch diese Gastroparese ist eine mögliche Ursache von Völlegefühl, Übelkeit oder Sodbrennen. Ebenso Übergewicht – "denn das Fett im Bauch drückt auch auf den Magen", sagt Apotheker Dr. Eric Martin aus Marktheidenfeld.

Wie Sie sich bei Magenproblemen helfen können, lesen Sie in unserer Bildergalerie unten.

Wann sind Magenprobleme ein Fall für den Arzt?

Magenbeschwerden sind sehr häufig, und meist findet sich bei der Untersuchung keine organische Ursache. Um eine ernste Erkrankung auszuschließen, etwa ein Magengeschwür oder einen Tumor, sollten Sie zum Arzt, wenn die Beschwerden sehr stark oder "anders" als sonst sind und wenn Sie weitere Symptome haben, etwa Brechreiz, Blutbeimengungen im Stuhl, unklarer Gewichtsverlust.


Hilfe bei Magenproblemen

  • Bittere Schleifenblume Iberis amara

    Der Säure Paroli bieten
    Treten Sodbrennen oder Magenschmerzen nur sporadisch auf oder haben einen klaren Auslöser, etwa Alkohol, helfen Antazida. Gegen wiederkehrende oder nächtliche Beschwerden sind Protonenpumpenhemmer oder - schwächer in der Wirkung - H2-Blocker angezeigt. Diese Mittel hemmen die Säureproduktion. Unterstützend bei Gastritis, Völlegefühl oder Sodbrennen können Kombinationspräparate mit Schleifenblume helfen. Lassen Sie sich vor der Selbstbehandlung von Ihrem Apotheker beraten.

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  • Chili con Carne

    Nicht zu heiß, nicht zu kalt
    Fett, süß, scharf: All das kann den Magen reizen. Ebenso Kaffee und sehr heiße oder kalte Speisen. Kann, muss aber nicht. Deshalb gibt es auch keine spezielle Magen-Diät. Wer öfter Beschwerden hat, sollte ausprobieren, was er verträgt. Magen-Patienten sollten lieber öfter essen, dafür aber kleinere Portionen – und gründlich kauen, das macht es dem Magen leichter.

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  • Entspannung beim Yoga

    Locker lassen
    Stress treibt nicht nur Zucker und Blutdruck hoch. Er schlägt auch auf den Magen. Halten Sie dagegen: zum Beispiel mit Entspannungsübungen und regelmäßiger Bewegung. Auch Yoga kann für ein gutes "Bauchgefühl" sorgen.

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  • Alkohol und Zigaretten

    Gifte fernhalten
    Finger weg von Zigaretten und Alkohol. Die sind Gift für den Magen. Sie locken Säure, hemmen die Magenentleerung und schädigen die Magennerven. Dafür gibt’s ganz klar die rote Karte.

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  • Frau mit Bauchweh

    Nicht flach liegen
    Wer unter Sodbrennen leidet, der sollte nach dem Essen zwei bis drei Stunden warten, bevor er sich hinlegt. Hilfreich ist auch, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem Keil unter der Matratze.

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Diabetes Ratgeber; 21.11.2011, aktualisiert am 23.11.2011
Bildnachweis: Panthermedia/Alfred Osterloh, Fotolia/Brebca/2011, W&B/Shotshop, Thinkstock/iStockphoto, Banana Stock/RYF, W&B/Fotolia

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